Carl Mertens wird 100

Carl Mertens wird 100




Carl Mertens wird 100



Schneidwaren „Made in Solingen“ genießen weltweit eine hohe Wertschätzung. Bereits im Mittelalter wurden in Solingen kunstvolle Schwerter aus Eisen geschmiedet. Heute steht die Stadt im Bergischen Land für Messer und Bestecke von hervorragender Qualität. Eine der Manufakturen, die den Ruf Solingens als „Klingenstadt“ weiterträgt, ist CARL MERTENS. Dank einer gelungenen Neuausrichtung in den vergangenen Jahren und beständigem Wandel hat CARL MERTENS – nach 100 Jahren – wichtige Schritte in eine erfolgreiche Zukunft getan.





Mit voller Kraft ins 100. Firmenjubiläum

Gegründet wurde der Manufakturbetrieb im Jahr 1919 von Namensgeber CARL MERTENS, ursprünglich als kleiner Zulieferbetrieb für Taschenmesser. Seit 1932, durchgängig bis heute, fertigt das Unternehmen feine Bestecke aus hochwertigem Edelstahl. Von 1934 bis 1978, 44 Jahre lang, leitet Curt Mertens Senior die Firma. Unter seiner Führung entwickelte sich CARL MERTENS zu einem industriellen Betrieb, der in Spitzenzeiten bis zu 100 Mitarbeiter beschäftigt. 1978 übernimmt Curt Mertens Junior, der Enkel des Gründers, die Geschäfte; er leitet das Unternehmen bis heute in dritter Generation. Von Anbeginn an setzt er auf die Zusammenarbeit mit internationalen Kreativen und baut CARL MERTENS zur Designmarke auf. Apropos Design: Bei CARL MERTENS spielt gute Gestaltung eine zentrale Rolle. Die Manufaktur bietet namhaften Gestaltern wie Carsten Gollnick eine Plattform, damit sie im Dialog mit erfahrenen Handwerkern ihre Ideen entwickeln können. Soviel Engagement in Sachen guter Gestaltung zahlt sich aus. Bereits 1964 erhielt CARL MERTENS den ersten Designpreis für die Besteckkollektion „Fundamentum“, gestaltet von Hans Karl Rodenkirchen. Seitdem sind Auszeichnungen eine permanente Bestätigung für Kreativität und Design. Ob „Red Dot Design Award 2018“ oder „iF Design Award 2018“: viele Entwürfe aus dem Hause CARL MERTENS sind mit wichtigen Designpreisen ausgezeichnet. Und renommierte Museen wie das New Yorker MoMa, das Museum für Angewandte Kunst in Wien oder das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg haben Besteckmodelle, Tisch und Wohnaccessoires und nun auch Koch- und Küchenmesser aus dem Hause CARL MERTENS in ihre Sammlungen aufgenommen.





Geschichte: von der Besteckmanufaktur zur Designmarke

So Hat sich CARL MERTENS in jüngster Zeit deutlich gewandelt: Mit zeitgemäßen, in der Solinger Manufaktur gefertigten Kochmessern, kehrt CARL MERTENS zu seinen Wurzeln zurück und bietet qualitätsbegeisterten Köchen nun mehr Schneidwerkzeug „made in Germany“ von höchster Qualität. Der Hintergrund: Die Tischkultur unterliegt einem radikalen Wandel: Noch vor einem viertel Jahrhundert gehörte Besteck zur Aussteuer, es wurde gesammelt und zu wichtigen Anlässen erweitert. Der gedeckte Tisch war umsatztechnisch das Highlight in der Branche. Heute trifft sich die Familie morgens zum Frühstücken und am Abend sind Freunde zum gemeinsamen Kochen eingeladen. Die Küche ist der Mittelpunkt des Hauses. Hier werden Gaumenfreuden geschaffen und ein Augenschmaus nach dem anderen zubereitet. Die reiselustigen Deutschen begeistern sich, wenn sie die Spezialitäten, die sie im Urlaub kennengelernt haben, auch zu Hause genießen können. In den heimischen Küchen werden die interessanten Erfahrungen und geschmacklichen Höhepunkte nachgekocht und zelebriert. Küchenwerkzeuge und insbesondere hochwertige Messer sind im Interesse der Konsumenten dadurch extrem gestiegen.





Gegenwart: Kochmesser und Küchenwerkzeug

CARL MERTENS hat auf diesen Wandel reagiert: Das Bestecksortiment, das einst von A wie Austerngabel bis Z wie Zuckerzange jeden auch noch so exotischen Besteckwunsch abdeckte, wurde bereinigt und verjüngt. Neben Edelstahl, dem Lieblingsmaterial von CARL MERTENS, gibt es nun auch überraschend moderne Bestecklinien mit Gold-, Titan- oder Kupferfinish. Was beim Besteck bleibt: Noch immer gibt es bei CARL MERTENS viele Perlen zu entdecken. Wie WORPSWEDE, ein puristischer Besteckentwurf aus den 1930-er Jahren, die von einem Gestalter aus dem Umfeld des Bauhauses kreiert wurde. Oder aber ERNST MOECKL, ein geradliniges Besteck, das nach der Maxime der Ulmer Hochschule für Gestaltung „Form follows Function“ in den 1950-er Jahren von Ernst Moeckl (Schüler des berühmten Max Bill) gestaltet wurde. Oder PALIO von Carsten Gollnick und Gerd Trauernicht, ein filigranes und über Jahrzehnte beliebtes, avantgardistisches Besteck, mit dem CARL MERTENS der Durchbruch zur internationalen Designmarke gelang. Neu ist: Neben dem Besteck sind mehr Kochmesser und Küchenwerkzeuge im Programm. Mit METZ, METZ FINN, CARL und FOREMAN sind seit 2015 vier neue Kochmesser-Linien hinzugekommen, die in bewährter bester Qualität bei CARL MERTENS in Solingen gefertigt werden. Hochwertiges Koch-Werkzeug wie die 2017 eingeführte BBQ-Serie RÖSTZEUG ergänzt das Angebot. 2018 kommt die extravagante Neuheit SURUDOKU hinzu: Angelehnt an die Form traditioneller japanischer Santoku Messer, gestaltet wie ein Schwert, dank Kohlenstoffstahl und einseitigem Hohlschliff ultrascharf, macht dieses neue Messer seinem Namen – „Surudoku“ bedeutet „scharf“ im Japanischen – alle Ehre.





Die Zukunft

Der Hintergrund der Neustrukturierung: Selberkochen ist ein Megatrend. Und wer Wert auf hochwertige, heimische Lebensmittel legt, möchte auch bei seinen Werkzeugen in der Küche authentische Qualität aus der Region. CARL MERTENS hat damit die Weichen für seine Zukunft schon erfolgreich gestellt. „Um als Manufaktur weiter bestehen zu können, dürfen wir nicht stillstehen. Wie in den zurückliegenden 100 Jahren unserer Firmengeschichte müssen wir bei CARL MERTENS uns beständig neu erfinden, an den Bedürfnissen der Konsumenten orientieren und immer innovativ sein.“ beschreibt Curt Mertens seine Vision, wie es mit seinem Unternehmen weitergeht. Künftig wird es bei CARL MERTENS daher neben Bestecken und Kochmessern auch Rasiermesser unter dem Label EDACO im Vintage-Stil geben. In Zeiten, in denen Barttragen hip und salonfähig ist und in allen Metropolen schicke Barbershops entstehen, trifft CARL MERTENS mit dieser Nische genau ins Schwarze. Die Kompetenz dazu hat man im eigenen Hause. So trifft Tradition und Handwerkskunst auf Zeitgeist. Und auch in Zukunft wird CARL MERTENS mit namhaften Designern kooperieren. Für 2019 ist u.a. eine Kooperation mit Alfredo Häberli in Planung. Wie sie genau aussehen wird? Dazu schweigt Curt Mertens und rät Liebhabern seiner Marke, sich überraschen zu lassen.





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