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Produkthinweise/-pflege

Produkthinweise/-pflege

1. Die Materialien

Die meistverbreiteten Materialien für Bestecke sind Edelstahl und Silber, oder versilberte Ausführungen auf Edelstahlbasis.


Edelstahl‑Bestecke

Stahl wird durch die Beimengung von anderen Metallen veredelt und dadurch in seinen Eigenschaften gebrauchstüchtiger. Edelstahl 18/10 besteht als Legierung aus: 18% Chrom, 10% Nickel und 72% Stahl. Chrom macht das Material rostfrei, Nickel macht es säurefest und verleiht ihm Glanz. Das Eisen und seine Legierungen haben jeweils eine spezifische kristalline Struktur. Kristallgitter und niedrig legierter Stahl werden als „ferritisch“ bezeichnet und sind magnetisch. Mit Chrom und Nickel legierte Edelstähle bilden ein sogenanntes „austenitisches Kristallgitter“ aus. Sie sind nicht mehr magnetisierbar. Über die Magnetisierbarkeit kann der Verbraucher selbst feststellen, ob er einen niedrig legierten und damit weniger widerstandsfähigen oder aber einen hochlegierten korrosionsbeständigen Stahl vor sich hat. Die Zusammensetzung von Chrom und Nickel gewährt hohe Gebrauchseigenschaften. So reagiert das Gemisch mit dem Sauerstoff der Luft zu den entsprechenden Metalloxiden. Diese bilden auf der Stahloberfläche eine dünne Schutzschicht. Sie ist durchscheinend, sehr dicht und haftet fest auf dem metallischen Untergrund. Der Stahl verhält sich daher passiv gegenüber chemischen Einflüssen und zeichnet sich durch hohe Beständigkeit gegenüber den in Lebensmitteln vorkommenden Inhaltsstoffen, wie insbesondere Speisesäuren aus. Er rostet nicht und ist widerstandsfähig gegenüber Lochkorrosion und anderen korrosiven Einflüssen. Bestecke aus Edelstahl sind formstabil, geschmacksneutral, unverwüstlich und pflegeleicht.
Alle Bestecke, ob aus Edelstahl, versilbert oder Echtsilber, sind uneingeschränkt spülmaschinengeeignet. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist jedoch die richtige Besteckpflege. Einschränkungen gelten für Monoblockmesser.


Versilberte Bestecke

Versilberte Bestecke strahlen denselben weichen Glanz wie Echtsilberbestecke aus. Basismaterial ist bei CARL MERTENS der Edelstahl 18/10. Versilberte Bestecke werden nicht einfach mit einer Silberauflage versehen, CARL MERTENS Bestecke sind 100 g perfekt hartversilbert. Das heißt, eine 100 g Silberauflage (100 g Silber auf je 24 dm2 = je 12 Esslöffel und Gabeln) wird galvanisch so verteilt, dass an besonders stark beanspruchten Stellen des Besteckes eine Verstärkung der Silberschicht um 100% entsteht. Diese doppelte Auflage sowie die Vergütung/Härtung der Oberfläche mit geringen Zusätzen von Antimon machen das Besteck unempfindlich gegen Kratzer, bewahren dauerhaften Glanz und bieten damit ein einzigartiges Preis‑/Leistungsverhältnis.


Echtsilber‑Bestecke

Der silberne Glanz eines Besteckes aus echtem Silber vermittelt eine besondere Wertigkeit. Bei täglicher Benutzung läuft Silber nicht an, und es bereitet täglich die Freude am Besonderen. Reines Silber lässt sich nicht bearbeiten, es ist zu weich, nicht formstabil. Nur durch das Legieren mit anderen Metallen, zumeist mit Kupfer, gewinnt es schon bei geringen Mengen in erheblichem Maße an Härte und Widerstandsfähigkeit.
Alle Silberartikel sind daher mit einer Stempelzahl gekennzeichnet, die den Feingehalt an reinem Silber angibt. Die Stempelzahl 800 bzw. 925 bedeutet also, dass bezogen auf 1000 Gramm 800 bzw. 925 Gramm reines Silber in der Legierung enthalten sind. 925er Silber wird als Sterlingsilber bezeichnet. Darüber hinaus zeigt die Stempelung neben Halbmond und Krone das Firmenzeichen des Herstellers.
Da die Kupferanteile bei 800er Silber, die für Silber typische, weiße Farbe ins rötliche verfälschen, wird bei CARL MERTENS auf elektrochemischem Wege eine reine Silberschicht aufgebracht.


Klingenstähle

Diese bestehen bei CARL MERTENS im Wesentlichen aus hochlegiertem, nicht rostenden, magnetiesierbaren Chromstählen (12‑14er Chromstahl), mit einem Zusatz von Molybdän. Molybdänstahlklingen erzielen die höchsten Werte hinsichtlich Härte, Elastizität und Schnitthaltigkeit. Sie sind beständig gegen Lochkorrosion und damit spülmaschinengeeignet. Somit sind sie den herkömmlichen geschmiedeten und gehärteten Chromstahlklingen deutlich überlegen. Noch bessere „Spül‑Ergebnisse" erzielen lediglich kaltverfestigte Chromnickelstahlklingen.


2. Messer und Klingen

Ein Messer muss gut schneiden! Ausschlaggebend dafür ist die Beschaffenheit der Klinge und ihre Elastizität.


Messerklingen

Eine gute Messerklinge ist geschmiedet und verjüngt sich gleichmäßig von ihrem Rücken bis zur Schneide. Außerdem wird die Schneide fein angeschliffen, so dass sie einen spitzen Schneidwinkel bildet. Damit wird eine gleichbleibend gute Schneidfähigkeit für lange Zeit gewährleistet. Messerklingen von CARL MERTENS Bestecken erhalten einen Wellenschliff, der eine dauerhafte Schneidhaltigkeit garantiert.
Eine gute Messerklinge muss biegsam sein und sofort wieder in ihre Ausgangsstellung zurückfedern. Die Elastizität und Stabilität gegen Verformung ist bei allen geschmiedeten CARL MERTENS Messerklingen in hohem Maße gegeben.
Unabhängig von der Beschaffenheit der Klinge unterscheidet man drei verschiedene Messerqualitäten:


2.1 Hohlheftmesser

Diese werden aus einer Klinge und einem Heft zusammengesetzt. Die Messerklingen werden geschmiedet und speziell gehärtet, um eine anhaltende Schärfe und Elastizität sowie Spülmaschineneignung zu gewährleisten. Die Messerheftschalen sind in Material, Form und Ausführung den übrigen Besteckteilen angepasst. CARL MERTENS Hohlheftmesser sind von erstklassiger Qualität und ausgewogenem Gewicht.


2.2 Ganzstahlmesser

Diese sind aus einem Stück geschmiedet und können etwas schwerer als Hohlheftmesser sein. Hochwertige Ganzstahlmesser bestehen aus einem Spezialklingenstahl, sind korrosionsbeständig und sind auch spülmaschinengeeignet. Alle CARL MERTENS Ganzstahlmesser sind ganz gehärtet, so dass ein ausreichender Korrosionsschutz gegeben ist.


2.3 Monoblockmesser

Diese sind aus einem Stück gefertigt. Als Material wird ein 12‑14%er Chromstahl eingesetzt, der nur bedingt für die Spülmaschine geeignet ist. CARL MERTENS hat keine Monoblockmesser im Sortiment.

3. Die Pflege von Bestecken

...auch Bestecke wollen gepflegt werden!


3.1 Die Pflege von Edelstahlbestecken

Es gibt kein Material, das sämtlichen im Haushalt vorkommenden zerstörenden Kräften widersteht. Die schädliche Wirkung von beispielsweise Essig, Obstsäure, Senf oder Fischlake setzt dann ein, wenn Bestecke, die mit diesen Speiseresten behaftet sind, längere Zeit ungeputzt liegen bleiben. Daneben ist das maschinelle Spülen aggressiver als die Reinigung von Hand. Deshalb können, in erster Linie bei den Messern, ab und zu die nachfolgenden Probleme auftreten.


a) Fleckenbildung

Wenn Bestecke über einen längeren Zeitraum ungereinigt liegen bleiben, können anhaftende Speisesäuren (Obst‑, Milch‑, Essigsäure, Senf, etc.) Flecken bläulicher Art oder Schattierungen in allen Regenbogenfarben hervorrufen.

Der CARL MERTENS Tipp:
Falls nicht gleich gespült wird, das benutzte Besteck sofort kurz unter dem Wasserhahn abspülen. Ist es zur Fleckenbildung gekommen, nutzen Sie ein Metallpflegemittel, spülen klar nach und trocknen es gründlich ab.


b) Verfärbungen

Wiederholt auf der Stahloberfläche eintrocknendes Wasser, auch die Dampfschwaden in der Spülmaschine, hinterlassen einen Belag. Er besteht aus dem im Wasser gelösten natürlichen Substanzen wie Kalk, Gips, Eisen etc. sowie den chemischen von den Spülmitteln. Auch bei zu sparsamer Handhabe der Spülmittel bilden sich mit der Zeit hauchdünne Ablagerungen, die zu Verfärbungen führen.

Der CARL MERTENS Tipp:
Die Verfärbungen können durch zu Hilfenahme eines Metallpflegemittels wegpoliert werden. Die Bestecke erscheinen wieder in neuem Glanz. Zudem empfehlen wir die Verwendung phosphathaltiger Kompaktspülmittel wie z.B. Calgonit ultra oder Somat Supra.


c) Flugrost

Winzige Rostpartikel aus fremden Quellen setzen sich bei der Spülmaschinenreinigung bevorzugt auf Messerklingen fest und sind zunächst als kleine, rostige Stellen sichtbar. An diesen Stellen bildet sich durch Kontakt mit Wasser Rost, der durch das Umpumpen des Spülwassers auch auf nicht rostenden Edelstählen „hängen bleibt“. Dies kann folgende Gründe haben:

  • Griffe bzw. Stiele an Töpfen und Pfannen mit Schrauben aus nicht rostfreiem Material
  • emaillierte Küchengeräte mit Schadstellen -Emailletöpfe, bei denen sich unter den Griffen unbehandelte Eisenstellen befinden
  • Geschirrkörbe bei denen die Kunststoffbeschichtung beschädigt ist und die Metallstäbe rosten
  • über das Leitungsnetz
  • Mitspülen von Teilen aus rostendem Stahl ( Messer mit vorgeschädigten Klingen , nicht spülmaschinenfeste Küchenmesser)

Der CARL MERTENS Tipp:
Diese Flecken sollten sofort mit einem Metallpflegemittel entfernt werden, um einer weiteren Ausbreitung vorzubeugen.


d) Lochkorrosion „Lochfraß"

Es handelt sich um punktförmige, sich in den Stahl einfressende Angriffe, die auch durch Wischen und Scheuern nicht mehr zu beseitigen sind. Ursache für Korrosion ist stets eine Störung oder Zerstörung der Schutzschicht der Oberfläche. Gründe für ihre Entstehung sind ein zu hoher Chloridgehalt im Leitungswasser oder in Speiseresten. Zusätzlich verstärkend ist ein nicht einwandfrei arbeitender Wasserenthärter oder die Nichteinhaltung des vorgeschriebenen Regenerierungsturnus des Enthärters sowie Speisesäuren. Daneben können unterschiedliche Metalle in Verbindung mit Geschirrspülmitteln zu chemischen Reaktionen führen, welche die Zerstörung beschleunigen.

Der CARL MERTENS Tipp:
Geben Sie den Chloriden in kleinen Wassertröpfchen gar keine Zeit ausgiebig den Stahl anzugreifen. Nach Beendigung des Spülprozesses sollten die Bestecke sogleich entnommen und gut abgetrocknet werden.
Fehlt dazu die Zeit, so verhindert allein schon das Öffnen der Tür, dass sich anhaftende Wassertröpfchen auf den Besteckteilen niederschlagen. Wichtig ist auch, dass nach dem Befüllen des Salzvorratsgefäßes der Enthärtungsanlage kein Regeneriersalz über längere Zeit am Bottichboden oder in anderen Bereichen der Spülmaschine zurückbleibt. Beim Einräumen in die Spülmaschine stellen Sie die Bestecke unsortiert und mit den Griffen nach unten in die Besteckkörbe, getrennt nach Edelstahl und Silber.


Weitere Empfehlungen:
Bitte beachten Sie, dass der für die Bestecke „Edelstahl Rostfrei" verwendete Chromstahl erst durch die Bearbeitung der Oberfläche „rostfrei" wird. Eine einwandfreie Oberfläche ist die Vorraussetzung, dass es so bleibt. Bei unsachgemäßer Behandlung wird diese beschädigt und erleichtert aggressiven Mitteln, ihr zerstörerisches Werk zu verrichten.
Alle CARL MERTENS Bestecke sind spülmaschinenfest nach RAL. Die Besteckindustrie hat als erster Spülguthersteller eine Prüfnorm für die Beständigkeit ihrer Produkte beim maschinellen Spülen erarbeitet. Diese Prüfmethode wurde zusammen mit dem RAL (Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V, Bonn) ausgearbeitet.
Neben der Verwendung von ausschließlich besten Materialien zeichnen sich CARL MERTENS Bestecke durch sorgfältige, materialschonende Verfahrensweisen bei der Produktion aus. Diese sind somit eine weitere Garantie für eine ausreichende Widerstandfähigkeit gegenüber späteren Einflüssen in der Praxis.


3.2 Die Pflege von Silberbestecken

Silber behält seinen Glanz, wenn es täglich benutzt wird. Es ist jedoch eine allgemein bekannte Tatsache, dass Silber anläuft, wenn es nicht in Gebrauch ist. Es ist dann nur eine Frage der Zeit, bis es bräunliche, bläuliche bis schwarze Flecken bekommt oder sich insgesamt verfärbt und damit „angelaufen“ ist. mGrund dafür ist die besondere Empfindlichkeit der Silberoberfläche gegenüber schwefelhaltigen Gasen, wie sie in der Umgebungsluft vorkommen. So genügen schon Spuren von Schwefelwasserstoff in der Luft, in Konzentrationen, die wir geruchlich noch nicht einmal wahrnehmen können, um Silber zu verfärben. Denn schon bei Raumtemperatur findet eine Reaktion zwischen Schwefelwasserstoff und Silber statt, wobei Silbersulfid gebildet wird, das dann zu den oben erwähnten dunklen Farbveränderungen führt.
In gleicher Weise läuft Silber bei Berührung mit Speiseresten an, die schwefelhaltige Substanzen enthalten, wie z. B. Eigelb, Senf, Zwiebeln, Hülsenfrüchte, Fisch und Marinaden.
800er Silber kann aufgrund seines hohen Kupferanteils, von 200 Teilen auf 1000, goldfarben bis hellbraun anlaufen. Es ist für das maschinelle Spülen daher weniger geeignet. Wurde es jedoch nachträglich galvanisch versilbert, verhält es sich selbstverständlich wie eine 90er bzw. 100er Silberauflage.


Silber in der Spülmaschine

Die Bedingungen unter denen Silber in der Spülmaschine gespült wird, sind allgemein ungünstiger als die beim Spülen von Hand. Das Anlaufen des Silbers wird dabei durch folgende Einflüsse begünstigt:

Speisereste:

Die vorab angeführten, schwefelhaltigen Speisereste wirken bis zum Anstellen der Maschine (was in der Regel nicht sofort nach einer Mahlzeit passiert) auf die Silberoberfläche ein.

Reinigungstemperaturen:

Während des Spülens kommt die belastete Spülflotte länger und bei höheren Temperaturen bis 65°C mit dem Silber in Berührung als beim Handspülen. Durch die höheren Spültemperaturen wird die Reaktionsfähigkeit des Silbers verstärkt. Die chemischen Prozesse führen zum Anlaufen.

Reinigungsdauer:

Durch den intensiven Reinigungsprozess in der Maschine wird die Silberoberfläche entfettet und dadurch empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen.

Oxidationsmittel im Reiniger:

Oxidationsmittel auf Basis Aktivchlor‑ oder Sauerstoffbleiche greifen in das Geschehen ein. Nach bisherigen Beobachtungen verursachen die aktivsauerstoffhaltigen Reiniger stärkere Anlaufeffekte als die aktivchlorhaltigen Systeme.

Alkalität (ph ‑ Wert) der Reiniger:

Physikalisch‑chemische Untersuchungen haben gezeigt, dass bei höherer Alkalität die Gefahr des Anlaufens von Silber durch entsprechend Speisereste in der Spülflotte, wie z.B. Senf, verringert wird. Beim manuellen Spülen übt schließlich das Abtrocknen noch eine gewisse Polierwirkung aus, die beim maschinellen Spülen wegfällt. Unter allen Umständen ist zu vermeiden, dass Reiniger direkt mit Silber in Kontakt kommen. An den Stellen, wo Reiniger einige Zeit auf der Oberfläche haften, entstehen bläuliche bis schwarze Flecken, die sich nur sehr schwer und meist nur mechanisch wieder entfernen lassen.


Reinigung von angelaufenem Silber:

Unabhängig davon, ob Silber in der Schublade, während des Gebrauchs oder beim maschinellen Spülen angelaufen ist, muss es von Hand unter Verwendung von einem mild scheuernden Silberpflegemittel und Silberpflegetücher und/oder Silberseifen und ‑watten von den Verfärbungen befreit werden. Dabei ist allgemein auch gewährleistet, dass die gewünschte Patina verzierter Silberteile unversehrt bleibt.

Der CARL MERTENS Tipp:
Den obigen Ausführungen ist zu entnehmen, dass es schwierig ist, Silber vor dem Anlaufen beim maschinellen Spülen zu schützen. Mit Somat Supra gibt es heute jedoch einen Reiniger, der eine gute Reinigungsleistung mit einem aktiven Silberschutz verbindet.

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